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Mein Erlebnis von meinem ersten kleinen Jugendtag 2007 in Essen

Samstag, 05.09.2009 | von Silke


Ich konnte nicht glauben und verstehen, was an dem kleinen Jugendtag 2007 passiert ist:

Ich hatte vorher Angst gar nicht zu verstehen und darum habe ich meinen Jugendbeauftragten Thorsten angerufen. Ich habe ihn gebeten, ob er mir einen Kopfhörer besorgt. Den brauche ich, damit ich mich besser konzentrieren kann und um den schwierigen Gottesdienst nachvollziehen zu können. Er wollte es versuchen und herausfinden wie in Essen die Möglichkeiten sind.

Dann war der kleine Jugendtag gekommen:
Ich habe mich gefreut, aber ich war auch unsicher wegen der fremden Umgebung und ob ich den Gottesdienst verstehe. Ich habe Thorsten gefragt, ob es mit dem Kopfhörer geklappt hat. Er hat mich zum Jochen geschickt, der gesagt hat: „Ich habe es versucht, aber es gibt keinen Kopfhörer für dich“. Dann hat er mir einen Platz gezeigt, vor dem Lautsprecher vorne in einer Bank.
Der Gottesdienst war sehr schwierig für mich zu verstehen und vor lauter Anspannung tat mir der Kopf ganz weh und die Ohren fühlten sich an als wären sie angeschwollen. Ohne Kopfhörer strömen ganz viele Geräusche und Eindrücke auf mich ein, und alles stört mich beim Zuhören. Außerdem verstehe ich auch was erzählt wird nur zum Teil, weil ich vieles über den Glauben noch nicht gelernt habe. Manche erzählen auch so, dass es wenig aus dem Leben ist – so „gläubisch“ (das heißt: abstrakt; Anmerkung der Redaktion). Dann wurde ich ganz traurig und der Druck wurde so groß, dass ich rausgehen musste. Ich habe ganz viel geweint, weil ich den Gottesdienst nicht genießen konnte. Eine Schwester hat mit beruhigt und zum Abendmahl sind wir wieder reingegangen und drin geblieben. Sie hat bis zum Schluss weiter auf mich geachtet.

Nach dem Mittagessen bin ich herumgegangen und habe manche Amtsträger getroffen die ich kenne; und manche haben mit mir gesprochen. Ich hätte mich gerne mit anderen Jugendlichen ausgetauscht, aber das hat nicht geklappt. Darum war ich glücklich, dass der Bezirksevangelist und Hans-Werner, mein Jugendleiter und Übersetzer (er erklärt mir vieles, was ich nicht verstehe, und hilft mir, wenn ich mit anderen spreche, die mich nicht verstehen) bei mir waren. Aber ich habe jemand gesucht, mit dem ich reden kann.
Dann habe ich den Apostel Hoyer getroffen; wir sind aufeinander zugegangen und er hat mich angesprochen. Ich hatte vor ihm große Angst und, weil es so laut und voll war, konnte ich nichts erzählen. Mit Körpersprache habe ich ihm gezeigt, dass ich an einen ruhigen Ort möchte. Er ist mit mir in die leere Halle gegangen und da habe ich ihm dann erzählt wie ich den Gottesdienst erlebt habe: dass ich nur die Hälfte verstanden habe und, dass das für mich sehr schmerzhaft war. Er wollte mit mir ein Stück gehen und hat sich umgedreht; aber ich war wie angewurzelt. Im Weggehen hat er mit mir gesprochen, aber ich war wie in Trance, weil ein Apostel Zeit für mich hat – das hat mich so überrascht. Deshalb und weil er sich weggedreht hat, habe ich gar nicht verstanden was er gesagt hat. Er hat sich zu mir umgedreht und ich habe auf seinen Lippen gelesen „Komm, ich helfe dir“. Gleichzeitig habe ich einen unsichtbaren Arm fest um meine Schulter gespürt, so als würde er neben mir stehen, obwohl er ja einige Schritte vorausgegangen war. Ich bin wieder zu mir gekommen mit dem sicheren Gefühl, dass er mir helfen will. Dann bin ich zu ihm gegangen und gemeinsam sind wir zu den Technikern am Mischpult gegangen. Er hat dafür gesorgt, dass ich einen Kopfhörer für die Feierstunde am Nachmittag bekommen habe. Es war ein schöner Nachmittag – „Danke schön, lieber Gott und lieber Apostel Hoyer“. Mein größter Wunsch wurde erhört und ich war sehr dankbar, auch wenn ich immer noch nicht verstehen konnte was mit mir und dem Apostel passiert ist.

Birgit (das ist: Silkes Assistentin; Anmerkung der Redaktion) sagt, dass war ein Wunder, ein besonderes Glaubenserlebnis. Ich glaube, der liebe Gott hat mich da in den Arm genommen. Wenn ich darüber nachdenke, glaube ich, er hat dem Apostel den Arm verlängert, weil er weiß, das sein Kind Hilfe braucht.

„Danke schön lieber Gott und danke lieber Apostel, Ihr habt ein großes Herz für behinderte und nichtbehinderte Gotteskinder!“

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